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So ein Quatsch: Künftig nur noch 95.000 Studierende in Sachsen

CDU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag für die Jahre 2014 bis 2019 vereinbart, dass Studienplätze in Sachsen gestrichen werden. Meine Kollegin Claudia Meicher hat das Problem treffend wie folgt zusammengefasst:

„Die Hochschulen hatten gar keine andere Wahl als dem Hochschulentwicklungsplan 2025 zuzustimmen – sonst hätten sie weitere 754 Stellen abbauen müssen.“

Was weniger gut ausgebildete, junge Menschen bedeuten, kann sich jeder denken:

  • weniger Fachkräfte für die Wirtschaft
  • weniger Firmengründungen
  • junge Leute, die zum Studieren in andere Bundesländer gehen oder gar nicht erst herkommen
  • weniger Impulse für die Stadtentwicklung
  • weniger Familien von Studentinnen und Studenten, die hier bleiben

Als Argument für weniger Studierende wird die >>Aufrechterhaltung des Qualitätsanspruchs<< angeführt. Was heißt das denn? Nichts weniger, als dass die Hochschulen nicht mehr Geld erhalten sollen. Anstatt den Unis für mehr Studenten mehr Geld zu geben, sollen einfach nicht mehr so viele Menschen studieren.

Wer jetzt noch auf die Idee kommt, mehr Studienplätze im Lehramt zu fordern („Drei Viertel aller neuen Lehrkräfte an Oberschulen sind nicht vom Fach“) – so wie wir Grünen – der sieht sich mit einem Problem konfrontiert: Selbst wenn sich CDU und SPD überzeugen ließen, neue Studienplätze im Lehramt zu schaffen, würde dies zu Lasten der anderen Studienplätze gehen, denn Obergrenze ist nunmal Obergrenze.

 

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