Influenza-Erkrankungen − Die Kassen müssen den Vierfach-Impfstoff endlich ohne Einschränkung bezahlen

 

Die Zahl der Influenza-Erkrankungen in Sachsen nimmt weiter zu. Ende letzter Woche wurde bekannt, dass seit Anfang Oktober 2017 knapp 17.000 Fälle erfasst wurden. 19 Menschen starben an den Folgen der Krankheit. Die Behörden gehen davon aus, dass die Grippewelle in Sachsen ihren Höhepunkt erreicht hat. Allerdings hatten sie diese Vermutung schon einmal Mitte Februar geäußert.

Volkmar Zschocke, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, fordert dringend mehr Personal beim öffentlichen Gesundheitsdienst:

„Die personelle Situation ist in vielen Kommunen desolat, weil auf Landesebene seit Jahren am öffentlichen Gesundheitsdienst gespart wird. Die aktuelle Grippewelle verdeutlicht, wie wichtig ein funktionierender öffentlicher Gesundheitsdienst ist. Er muss dringend gestärkt werden, damit er künftig handlungsfähig bleibt.“

„Das aktuell gravierende Ausmaß der Grippewelle und das starke Auftreten der sogenannten B-Vieren zeigt dringenden Handlungsbedarf. Mehr als der Hälfte der Grippefälle in dieser Saison werden durch B-Grippeviren verursacht, die auf die bisher genutzte Dreifachimpfung nicht ansprechen. Es ist gut, dass die Ständige Impfkommission seit Ende 2017 deshalb den Vierfach-Impfstoff empfiehlt. Die Empfehlung lässt sich allerdings erst im kommenden Herbst bzw. Winter umsetzen.“

„Die gesetzlich Versicherten müssen den bestmöglichen Schutz erhalten. Deshalb müssen auch die Krankenkassen den Vierfach-Impfstoff endlich ohne Einschränkung bezahlen“, fordert Zschocke.

„Die Gesundheitsämter in Sachsen setzen bereits den Vierfach-Impfstoff ein. Doch der beste Impfstoff hilft nicht, wenn es zu wenig Personal gibt, das die Bürgerinnen und Bürger berät und impft.“

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