Flucht, Vertreibung, Hoffnung – Wie sicher ist Afghanistan?

 

FOTOVORTRAG & DISKUSSION

am 7. März 2017 – 19 Uhr
im Weltecho (Annaberger Straße 24, 09111 Chemnitz)

mit Erik Marquardt, Fotograf & Journalist und Volkmar Zschocke, MdL
Moderation: Meike Roden, Stadträtin

Ist es verantwortbar, Geflüchtete nach Afghanistan abzuschieben? Welche Perspektive haben die Menschen in diesem zerrütteten Land? Ist Afghanistan sicher und was bedeutet Sicherheit überhaupt? Was bewegt die Menschen zur Flucht? Nachdem er mehrmals die Balkanroute bereiste und dort die Situation in eindrücklichen Bildern festhielt, war Erik Marquardt Anfang 2017 in Afghanistan. Er hat Sicherheitslage und Situation der Geflüchteten vor Ort dokumentiert. In seinem Fotovortrag schildert er Eindrücke, Erlebnisse und Probleme in Afghanistan und auf der Fluchtroute.

Veranstaltungsflyer

 

Hintergrund:

In den letzten Monaten wurde viel über Afghanistan diskutiert. Die Lage habe sich verbessert, in Teilen des Landes sei die Sicherheit der dort lebenden Bevölkerung garantiert. Mit dieser Einschätzung begründet die Bundesregierung die geplante Abschiebung von 12.000 afghanischen Geflüchteten, die mit der Unterzeichnung eines afghanisch-deutschen Erklärung zur Rückkehr abgelehnter Asylsuchender im Herbst 2016 bekräftigt wurde. Unter großem Protest wurden inzwischen die ersten Sammelabschiebungen vollzogen.

Gleichzeitig fragen immer mehr Menschen: „Kann man Menschen dorthin abschieben?“ Kritiker zweifeln an der angeblichen Sicherheit des Landes. Regelmäßig berichten Medien von Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Forderungen nach einem sofortigen Abschiebestopp werden laut, beispielsweise von Engagierten Menschen im Erzgebirge, die eine entsprechende Petition an den Deutschen Bundestag gestartet haben. Auch das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) schätzt in einer Stellungnahme die Situation als „volatil“ ein und fordert zumindest eine Einzelfallprüfung. Sachsens Diakonie-Chef Christian Schönfeld appelliert an Sachsens Landesregierung, sich für einen vorläufigen Abschiebestopp einzusetzen und die Integration von afghanischen Geflüchteten stärker zu fördern.

 

 

 

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