Wunsch für 2023: Kampagne „Mein Baum für Chemnitz“ besser umsetzen

Fraktionsgemeinschaft BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Chemnitz Fraktionsgeschäftsstelle
Pressemitteilung: 29.12.2022

Wunsch für 2023: Kampagne „Mein Baum für Chemnitz“ besser umsetzen
Zschocke: „Wenn keine Ressourcen bereitstehen, kann es frustrierend für Spendenwillige und Mitarbeitende werden.“

Die fraktionsübergreifende Informationsanfrage zur Umsetzung der Kampagne „Mein Baum für Chemnitz“ wurde nach längerer Bearbeitung von der Stadtverwaltung umfassend beantwortet. Die Antworten auf 17 Einzelfragen offenbaren einerseits die große Unterstützungs- und Spendenbereitschaft der Chemnitzerinnen und Chemnitzer. Andererseits wird der Aufwand bei der Betreuung von Baumspenden und Patenschaften dargestellt:

Seit 2019 sind knapp 15.000 Euro Spenden für Bäume an Straßen, in Parkanlagen oder im Kommunalwald eingegangen. Darüber hinaus hatten sich ca. 140 Interessenten für eine Baumpatenschaft im Grünflächenamt gemeldet. Für eine gezielte Bearbeitung und Koordination der Kampagne „Mein Baum für Chemnitz“ steht kein Personal zur Verfügung. Die Betreuung wird neben den Hauptaufgaben abgewickelt, sofern Kapazitäten vorhanden sind.

Stadtrat Volkmar Zschocke, der den Anstoß für die Informationsanfrage gab, möchte das große bürgerschaftliche Engagement noch besser nutzen: „Viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer schätzen ihre grüne Stadt. Sie sind bereit, auch unkompliziert etwas dafür zu tun oder zu spenden. Dieses Engagement muss die Stadtverwaltung aber unterstützen und pflegen. Wenn keine Ressourcen bereitstehen, kann es frustrierend für Spendenwillige und Mitarbeitende werden.“

Zschocke verweist auf die Stadt Leipzig: „Leipzig stellt 1,5 Stellen für die Aktion Baumstarke Stadt zur Verfügung. Das Ergebnis ist im gesamten Stadtgebiet unübersehbar: Kaum ein Park oder Straßenzug, wo kein Spendenbaum zu finden ist. Die Antworten auf unsere Anfrage dokumentieren eindrücklich, dass eine Vielzahl neuer Potentiale für ein grünes Chemnitz aus Bürgerschaft und Wirtschaft eingeworben werden könnte, wenn es eine klare Koordination bei der Stadtverwaltung gäbe.“

Zschocke sieht unterm Strich einen hohen Mehrwert für Stadt und Bürgerschaft: „Die Kosten für Pflanzung und Pflege würden entlastet. Und es könnte bürgerfreundlich umgesetzt werden. Wenn ein Kind geboren wird oder an einen geliebten Menschen erinnert werden soll, ist oft nicht die Zeit für aufwändige Verhandlungen mit dem Amt. Einfach wäre es zum Beispiel, den Wunschstandort für eine Baumspende auf einem Stadtplan im Internetauftritt der Stadt Chemnitz auszuwählen.“

Hintergrund:
Informationsanfrage IA-028/2022 – Mein Baum für Chemnitz
Kampagne „Mein Baum für Chemnitz“ im Internetauftritt der Stadt
Stadtplan mit Baumspenden im Internetauftritt der Stadt Leipzig

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