Statt Trinkwasser: Regenwasser-Tankstellen für Bewässerungsfahrzeuge prüfen

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Beschlussantrag in den Chemnitzer Stadtrat eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, die Nutzung von Niederschlagswasser für die Befüllung städtischer Bewässerungsfahrzeuge zu prüfen.

Hintergrund ist der Bewässerungsbedarf von Straßenbäumen und Grünflächen in Folge zunehmender Trockenperioden. Bislang wird hierfür überwiegend Trinkwasser verwendet – obwohl für die Bewässerung keine Trinkwasserqualität erforderlich ist.

„Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource. Wir empfehlen, ökologisch wie wirtschaftlich zu prüfen, wie stattdessen gesammeltes Regenwasser eingesetzt werden kann“, erklärt Volkmar Zschocke, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion.

Die Bündnisgrünen schlagen vor, dass vorhandene Überlegungen der Arbeitsgruppe Wassersensible Stadtentwicklung dem Stadtrat vorgestellt werden. „Wir möchten wissen, welche städtischen Standorte und Dachflächen grundsätzlich für Regenwasserspeicher geeignet wären, welcher Investitionsaufwand für Bau und Betrieb zu erwarten ist und wie sich das im Verhältnis zu den möglichen Einsparungen darstellen würde?“

Dabei können auch Erfahrungen andere Kommunen ausgewertet werden. In Chemnitz selbst gibt es erste Ansätze zur Nutzung von Niederschlagswasser. So wird am Kompostierungsplatz Glösa Regenwasser zur Betankung und Bewässerung städtischer Grünflächen genutzt. Im Sportforum Chemnitz kommt Niederschlagswasser zur Bewässerung der Rasensportflächen zum Einsatz.

„Unsere Initiative knüpft an die Ziele der wassersensiblen Stadtentwicklung an. Dazu gibt es eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe in der Stadtverwaltung, die konkret umsetzbare Schritte prüft.“ so Volkmar Zschocke abschließend.

Beschlussantrag Regenwassertankstellen: https://sessionnet.owl-it.de/chemnitz/gi/vo0050.asp?__kvonr=7000187

Sachstandsbericht der AG Wassersensible Stadtentwicklung: https://sessionnet.owl-it.de/chemnitz/gi/getfile.asp?id=7236489&type=do

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