Stadt plant endlich Ersatzpflanzungen auf der Barbarossastraße

Neue Straßenbäume sollen in den kommenden Jahren die Lücken im historischen Baumbestand schließen

Nach jahrelangen Baumverlusten und zahlreichen leeren Baumscheiben kommt jetzt hoffentlich Bewegung in die Wiederbegrünung der Barbarossastraße auf dem Kaßberg. Nach einer Stadtratsanfrage der Grünen Ratsfraktion hat die Stadt Chemnitz Baumstandorte untersucht und plant nun konkrete Ersatzpflanzungen.

Die Barbarossastraße gehört zu den wichtigsten und zugleich verkehrsreichsten Straßen des Kaßbergs. Historisch prägen beidseitige Baumreihen das Erscheinungsbild der Straße und sind Teil des Flächendenkmals Kaßberg. In den vergangenen Jahren mussten jedoch zahlreiche Bäume aufgrund von Trockenheit, Hitze sowie nachlassender Vitalität und Standsicherheit gefällt werden. Allein 26 Straßenbäume gingen auf diese Weise verloren. Besonders betroffen waren die Abschnitte zwischen Weststraße und Henriettenstraße sowie zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Agricolastraße.

Auf eine Ratsanfrage von Volkmar Zschocke, Stadtrat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf dem Kaßberg hatte die Stadt zunächst mitgeteilt, dass entlang der Barbarossastraße 23 leere Baumscheiben für Nachpflanzungen infrage kommen. Zudem bekannte sich die Verwaltung ausdrücklich zum Ziel, den Alleecharakter der Straße mit den historischen Baumreihen zu erhalten. Weitere Pflanzungen sollten innerhalb der nächsten drei Pflanzperioden geplant und umgesetzt werden. Inzwischen liegt das Ergebnis der konkreten Standortprüfungen vor. Von den 23 potenziellen Pflanzstandorten wurden cirka 16 als geeignet eingestuft. Sieben Standorte mussten wegen Leitungen im Untergrund oder aufgrund ihrer Nähe zu Ampelanlagen leider verworfen werden.

„Die geplanten Pflanzungen sind eine gute Nachricht für den Kaßberg. Die Barbarossastraße braucht wieder durchgehende Baumreihen. Straßenbäume verbessern das Stadtklima, spenden Schatten, filtern Schadstoffe und erhöhen die Aufenthaltsqualität für Anwohnerinnen und Anwohner“, erklärt Volkmar Zschocke, Stadtrat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf dem Kaßberg. „Die jetzt geplanten Ersatzpflanzungen stellen einen wichtigen Schritt dar. Langfristig bleibt das Ziel, die historischen Baumreihen entlang der gesamten Barbarossastraße wieder zu vervollständigen und den Charakter dieser bedeutenden Kaßberg-Achse zu erhalten. Ich hoffe, dass die Pflanzungen nun endlich konkret werden und es nicht nur bei Plänen bleibt.“

Die Stadt geht von durchschnittlichen Kosten von rund 2.500 Euro pro Straßenbaum einschließlich Standortvorbereitung aus. Für Nachpflanzungen stehen auf Grund der schwierigen Haushaltssituation aber nur noch ca. 200 Tausend Euro pro Jahr für das gesamte Stadtgebiet (!) zur Verfügung. Und vermehrte Baumverluste gibt es an fast allen Straßen in Chemitz. Mit der Aktion „Mein Baum für Chemnitz“ können Anwohner:innen und Firmen bereits erfolgte Ersatzpflanzungen mit Spenden unterstützen.

Ratsanfrage zu Baumersatzpflanzungen Barbarossastraße und Nachfrage zu RA-124/2026

Geeignete Pflanzstandorte verteilen sich auf mehrere Abschnitte der Barbarossastraße:

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