Solidarisch aus der Krise: Öffentlicher Runder Tisch

Der Gesprächsbedarf ist enorm: Corona, Krieg, Kimakrise, Sorgen um Kinder und Enkel. Der öffentliche Runde Tisch am 12. März auf dem Chemnitzer Neumarkt war das richtige Format für die aktuelle Situation. Wir Chemnitzer BÜNDNISGRÜNEN haben uns gern an diesem Projekt von www.solidarischausderkrise.de beteiligt. Runde Tische, an denen gemeinsam um die besten Lösungen gerungen wird, sind ja mit unseren Wurzeln in der Bürgerbewegung der friedlichen Revolution quasi genetisch bei uns angelegt. Demokratie und Staat sind davon abhängig, dass wir uns als Bürger:innen einmischen. Besonders in Krisensituationen gibt es immer unterschiedliche Meinungen und gegensätzliche Positionen. Aber wir lösen die Konflikte nicht, indem wir mit dem Finger aufeinander zeigen und uns anbrüllen.

Gerade während der Corona-Pandemie prallen sehr gegensätzliche Positionen aufeinander. Es gibt Verunsicherung, Verzweiflung und auch Wut bei vielen Menschen. Das führt schnell zu gegenseitigen Vorwürfen und Aggression – wir müssen das überwinden und solidarisch Wege aus der Krise finden. Das gelingt aber nur, wenn nicht ausgegrenzt, beleidigt oder diffamiert wird. Das gelingt nur, wenn alle bereit sind, andere Positionen und Sichtweisen auch stehen zu lassen. Das gelingt nur auf der Basis des Bekenntnisses zur freien Meinungsäußerung und mit der Anerkennung, dass wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben. Mit denen, die das alles nicht respektieren, die andere herabwürdigen und beleidigen, die mutwillig Falschinformationen verbreiten, die den demokratischen Rechtsstaat ablehnen, wird das schwer möglich sein. Wir wollen all diejenigen zu Wort kommen lassen, die sich von rechten Stimmungsmachern nicht vertreten fühlen. Sorgen, Kritik und Ideen im Zusammenhang mit der Pandemie können besprochen und auch auf Karten notiert werden. Die sogenannten „DemokraTISCHE“ wandern nun in die Stadtteile, um Menschen zu erreichen, die bisher wenig zu Wort gekommen sind.

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