Rostende Atommüllfässer – welche Gefahren bestehen für Umwelt und Menschen?

Pressemitteilung vom 21. November 2014:

Vom Skandal um die rostenden Atommüllfässer soll laut einem Bericht des NDR-Politikmagazins Panorama auch Sachsen betroffen sein. Auch im Kernforschungszentrum Rossendorf nahe Dresden wurden Rostfässer vorgefunden.

GRÜNEN-Fraktionschef Volkmar Zschocke will mittels drei Kleiner Anfragen an die Staatsregierung Klarheit über mögliche Gefahren für Gesundheit und Umwelt herstellen: „Auch wenn es sich in Sachsen nicht um Fässer mit hochradioaktivem Müll handelt, bei der Verwahrung von radioaktiven Abfällen dürfen keine Fehler gemacht werden.“

„Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange muss jetzt offenlegen, welche Konsequenzen aus den schon in den Jahren 2010 und 2011 festgestellten Mängeln gezogen wurden.“ Zschocke richtet dabei den Blick zudem auf das Zwischenlager in Ahaus bei Münster (NRW): „In Ahaus lagern seit dem Jahr 2005 951 abgebrannte Brennelemente aus den früheren DDR-Forschungsreaktoren des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf. Solange es kein sicheres Endlager gibt, bleibt Sachsen auch hier in der Verantwortung für eine schadlose Zwischenlagerung.“Zschocke kritisiert, dass die wachsenden Atommüllprobleme lange unterschätzt und verdrängt wurden:“Die Nutzung der Atomenergie, vor allem die Folgen sind viel zu riskant, als dass dies eine Generation verantworten könnte. Hier wird die GRÜNE Ablehnung der Atomenergienutzung durch die Realität bestätigt.“

Panorama-Sendung (18.11.2014): Beschädigte Atommüllfässer an 17 Standorten

Kleine Anfrage: Lagerung von radioaktiven Abfällen aus Sachsen im Transportbehälterlager Ahaus bei Münster (Drs 6/305)

Kleine Anfrage: Lagerung von radioaktiven Abfällen in der Landessammelstelle Rossendorf (Drs 6/306)

Kleine Anfrage: Lagerung von radioaktiven Abfällen im Kernforschungszentrum Rossendorf (Drs 6/307)

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