Wie weiter mit dem Reparaturbonus? – BÜNDNISGRÜNE Reparatour in Leipzig

Noch immer landen viel zu viele Produkte im Mülleimer, sobald sie nicht mehr funktionieren – obwohl ihnen mit einer Reparatur neues Leben eingehaucht werden könnte. Das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft hat deshalb dieses Jahr gemeinsam mit der Stadt Leipzig ein Pilotprojekt gestartet, das die Reparatur von kaputten Produkten mit einem staatlichen Bonus fördert. Das Projekt lief zunächst bis zum 31. August und stieß auf große Nachfrage. Doch wie geht es nun weiter?

Aus diesem Anlass waren meine Kollegin Petra Čagalj Sejdi, Leipziger Abgeordnete und Sprecherin für Verbraucherschutz der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag und ich heute auf  „Reparatour“ durch Leipzig.

Gemeinsam haben wir mit den teilnehmenden Firmen über die Chancen und Herausforderungen eines funktionierenden Kreislaufsystems gesprochen, über die Auswirkungen auf den Umweltschutz, die konkreten Fragen bei den Reparaturen verschiedenster Produkte und wie es mit dem Reparaturbonus jetzt weitergehen soll. Schuhreperaturdienst, Fahrradwerkstatt oder Elektro-Service – alle berichteten von dem großen Wert solcher Projekte für die Bewusstseinsbildung. Einig waren sich alle auch darin, den Verwaltungsaufwand bei der Abrechnung des Bonus so gering wie möglich zu halten.

Im Entwurf zum neuen Doppelhaushalt sind Mittel zur finanziellen Unterstützung von Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Sachsen eingeplant, um diesen einen Anreiz zu bieten, sich für eine Reparatur von Elektro- und Elektronikgeräten sowie weiteren Produkten zu entscheiden, anstatt Neuware zu kaufen. Damit soll die Nutzungsdauer von Produkten verlängert und das Abfalllaufkommen reduziert werden. Die landesweite Etablierung eines solchen Anreizsystems kann bei der hohen Belastung durch Inflation und Energiepreise auch Krisenhilfe für private Haushalte sein.

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