Radfahren im Winter?

Häufig ernte ich Unverständnis, wenn ich das als was völlig Normales darstelle. Für mich ist es das jedenfalls. Handschuhe, wetterfeste Kleidung und los. Genauso, wie es für Thomas Friedrich vom mdr normal ist. Genauso, wie es völlig normal sein müsste, die Radwege zu räumen. Eigentlich müssten Radwege privilegierte Verkehrswege sein – mit der höchsten Qualität, mit den besten Anschlüssen, Wege, die zuerst geräumt und gereinigt werden – im Sommer wie im Winter – damit möglichst viele Pendlerinnen und Pendler diese nutzen. Das spart viel Stau, Lärm und Flächenverbrauch.

Ich kann und will einfach nicht verstehen, warum das Radfahren immer an den Rand gedrängt wird. Das Fahrrad hat den geringsten Platzbedarf, keine schädlichen Emissionen, die Belastung für den Stadthaushalt durch den Radverkehr ist minimal. Es ist doch völlig absurd, dass die Verkehrsteilnehmer, die den höchsten Beitrag zum Klimaschutz bringen, die den Stadthaushalt am wenigsten belasten – am meisten benachteiligt werden – gerade im Winter. Ich finde, das muss ein Ende haben. Es wird immer viel über Radverkehrsförderung geredet. Der erste Schritt wäre es damit aufzuhören, das Radfahren zu behindern.

Die E-Bike-Technik ist doch längst so weit, dass mensch problemlos auch größere Strecken zwischen Stadt und Umland pendeln kann. Was fehlt, sind sichere, durchgängige und geräumte Wege. Wo man nicht abgedrängt oder eingesaut wird. Oder vor lauter Laub und Schnee nicht fahren kann.

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