Programm OB-Wahl: Attraktive Mobilität für alle Menschen

Ich möchte attraktive Mobilität für alle Menschen – unabhängig von Führerschein und Autobesitz. Mobilität heißt Bewegung. Fahrzeuge sollten nicht überwiegend „Stehzeuge“ sein. In einigen Stadtteilen ist nur begrenzt Platz für „Stehzeuge“ – egal ob mit fossilem oder elektrischem Antrieb. Das wird ja zum Beispiel seit Jahren auf dem Kaßberg deutlich. Der öffentliche Raum ist für alle da. Ich setze auf bessere ÖPNV-Anbindungen, auf vernetzte Mobilität, auf weniger zugeparkte Wohngebiete und eine gerechtere Aufteilung des Verkehrsraumes zwischen allen Verkehrssystemen. Im Straßenbahnnetz und dem Chemnitzer Modell sehe ich künftig das prioritäre Mobilitäts-Rückgrat zwischen Stadtteilen & Umland.

An Haltestellen, Bahnhöfen und Verkehrsknoten brauchen wir mehr flexible Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel. Mit intelligent vernetzten Mobilitätssystemen kommen alle schnell, leicht und sicher ans Ziel. Dazu gehören zum Beispiel auch flexible Angebote für die letzten Wegkilometer am Stadtrand – zum Beispiel haltestellenunabhängige Kleinbusse. Dazu gehören Mobilitätsstationen mit verschiedenen Fahrzeugen nach Bedarf: Carsharing, Leihradsysteme, Ladestationen. Mehr Car-Sharing-Plätze im öffentlichen Raum ermöglichen den Bewohner*innen dicht besiedelter Quartiere mehr bequeme Mobilität mit weniger Stellplatzbedarf für einen eigenen PKW und nervender Parkplatzsuche. Ein großes Ziel wäre, alle Mobilitätsangebote (CVAG, VMS, DB, Sharing-Mobility, Taxi etc.) in einer Mobilitäts-App zu verbinden.

Radfahrenden und zu Fuß Gehenden möchte ich mehr Platz und durchgängige sichere Wege bieten. Viele Chemnitzer Straßen lassen diese Umverteilung zu. Zudem müssen Stolperfallen beseitigt und mehr Straßenquerungen ermöglicht werden. So wird der öffentliche Raum für alle attraktiver. Meine Positionen zur sicheren Gestaltung der Radverkehrsinfrastruktur sind hier zu finden.

Eine Anbindung von Chemnitz an den Fernverkehr über die Strecke Chemnitz-Leipzig erst im Jahr 2028 ist viel zu spät. Die Region Südwestsachsen braucht einen leistungsfähigen ÖPNV und dazu gehört auch eine Fernverkehrsanbindung für Chemnitz. Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe für den nächsten Oberbürgermeister an, sich gemeinsam mit einem starken Bahnbündnis dafür einzusetzen, dass die alternativen Verbindungen über Dresden nach Rostock und die Mitte-Deutschland-Verbindung für Chemnitz schneller umgesetzt werden. Meine Position dazu ist hier zu finden.