GRÜNE fragen nach: Wo sind die Konzepte, die der historischen Bedeutung des Kaßberg-Gefängnisses gerecht werden?

Es gibt einen Landtags-Beschluss zur Errichtung einer Gedenkstätte Gefängnis Chemnitz-Kaßberg aus dem Jahr 2011, der mit umfangreichen finanziellen Mitteln für die Jahre 2013/2014 untersetzt wurde. Mehr als eine Infotafel auf dem Gelände, die im vergangenen Jahr von Staatssekretär Beermann eingeweiht wurde, ist von der Umsetzung dieses Beschlusses jedoch bislang nicht zu sehen.

Dazu Volkmar Zschocke, Chemnitzer Landtagsabgeordneter der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb nach mehr als drei Jahren weder Konzepte für die Nutzung des Gebäudekomplexes, noch für die Verwertung der Immobilie bekannt sind.“ Die GRÜNEN machen das Kaßberg-Gefängnis  deshalb erneut zum Thema im Landtag.

Zschocke kommentiert den Sachverhalt: „Das seit Jahren anhaltende Ringen um die Zukunft der Einrichtung wird der historischen Bedeutung des Kaßberg-Gefängnisses nicht gerecht. Der Freistaat und der SIB müssen aufpassen, dass sie mögliche Investoren und die engagierten Mitwirkenden des Vereins Lern- und Gedenkort Kaßberg e.V. nicht mit ihrem zögerlichen Verhalten vor den Kopf stoßen. Beide benötigen verlässliche Aussagen und ein klares Bekenntnis zu dieser Einrichtung.“

„Das Kaßberg-Gefängnis ist ein Ort der Aufarbeitung und der politischen Bildung, der sowohl international als auch für die Stadt von höchster historischer Bedeutung ist. Die derzeit fehlendden regulären Besuchs- und Besichtigungmöglichkeiten sind vor dem Hintergrund des außerordentlichen überregionalen Interesses und angesichts des großen Besucherandrangs zu den Museumsnächten und bei den jüngsten Tagen des offenen Tores nicht hinnehmbar. Wir brauchen dafür endlich eine ordentliche Lösung.“

 

Kleine Anfrage „Gefängnis Chemnitz-Kaßberg – Gedenkort“

Kleine Anfrage „Gefängnis Chemnitz-Kaßberg – Immobilie“

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