Die CDU Sachsen ist in Teilen eine unchristliche Partei – Statt Vorurteile abzubauen, werden Ressentiments verstärkt

„Die CDU Sachsen ist in Teilen eine unbarmherzige, unchristliche Partei“, reagiert Volkmar Zschocke, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, auf den Bericht der Freien Presse über Forderungen nach dem Abbau des Asylrechts aus CDU-Gliederungen. (» FP-Artikel „Lager-Denken in der sächsischen CDU“)

„Offenbar sind sich längst nicht alle Verantwortungsträger der CDU der aktuellen, unbestreitbar schwierigen Situation bewusst. Statt Vorurteile abzubauen, werden Ressentiments gegenüber Flüchtlingen von einigen Gliederungen noch verstärkt. Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Als deutlich stärkste Partei in Sachsen wird die CDU ihrer Verantwortung nicht gerecht.“

„Davon abgesehen stellt die eigene Partei, ja der eigene Kreisverband Bautzen, die Glaubwürdigkeit von Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzendem Stanislaw Tillich in Frage.“

„Der Versuch von Teilen der CDU, die AfD rechts zu überholen, wird nur dazu führen, dass das Klima in Sachsen weiter vergiftet und der rechte Rand gestärkt wird.“

„Sachen hat seit 1989 mehr als eine Millionen Einwohnerinnen und Einwohner verloren. Der Bevölkerungsrückgang wird weiter anhalten. Die CDU sollte endlich über die Chancen sprechen, die der Zuzug von Flüchtlingen bedeuten kann. Wenn wir in Sachsen keine Willkommenskultur entwickeln, werden die klügsten Köpfe das Land ganz schnell wieder gen Westen verlassen.“

Hintergrund:

Laut Statistischem Landesamt lebten Ende 2013 knapp über 4,05 Mio. Einwohner/innen in Sachsen, darunter 99.235 Ausländer/innen (2,5 Prozent an der Wohnbevölkerung). Laut Bevölkerungsprognose wird die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2025 auf 3,77 Mio. zurückgehen. Am 1. Januar 1990 lebten noch 4,91 Mio. Menschen im Freistaat.

Bevölkerungsprognose:

http://www.statistik.sachsen.de/html/428.htm

http://www.demografie.sachsen.de/download/stala_bevoelkerung_1990-2020_sachsen.pdf

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