Chemnitzer „Bazillenröhre“: Ein jahrzehntelanger Bürgerwunsch geht in Erfüllung

Da war langer Atem nötig: Im Rahmen des KOSMOS 2022 feierte der Sonnenberg die nach vielen Jahren endlich sanierte “Bazillenröhre” mit musikalischer Begleitung von Eckehard Erben 🎻 , vielen persönlichen Anekdoten und Baklava in Röhrenform.

Unser ehemaliger Stadtrat Günter Pfeil würde sich freuen. Er hat sich schon 2003 dafür stark gemacht, den heruntergekommenen Bahnhofstunnel zwischen Sonnenberg und Innenstadt wieder in einen akzeptablen Zustand zu versetzen. Wir haben damals den Staffelstab von ihm übernommen und ab 2004 gemeinsam mit der damaligen Baubürgermeisterin Petra Wesseler immer wieder auf Beleuchtung und Sanierung gedrängt. Dem beharrlichen Druck von aktiven Menschen vom Sonnenberg und engagierten Stadträtinnen und Stadträten wie zum Beispiel Katharina Weyandt ist es zu verdanken, dass der einst so gruselige Fußgängertunnel unter dem Hauptbahnhof zwischen Sonnenberg und Innenstadt erhalten und nun endlich ordentlich saniert wurde.

2015 wurde dafür der Entwurf der Künstlerin Anke Neumann in einem öffentlichen Workshop mit Baubürgermeister Michael Stötzer beschlossen. Thomas Altenkirch hat Buchstaben nach Anke Neumanns Vorlage angefertigt. Von ihm stammt auch die handwerkliche Arbeit der Schrift “Zuhause” auf dem Brühl. Im Durchgang steht nun in 1,4 m hohen Lettern: „Ich wär’ gern weniger wie ich, ein bisschen mehr so wie du“, eine Liedzeile aus dem Song „Wie ich“ der Chemnitzer Band Kraftklub, die auch schon in der Bazillenröhre drehten.

Der Gruselgang hat es über die Jahrzehnte zu überregionaler Berühmtheit gebracht. Auch ohne Schmutz & Schmuddel wird sich die „charmante“ Bezeichnung „Bazillenröhre“ wohl nicht mehr tilgen lassen. Warum auch – es bleibt ein authentisches Stück Chemnitz.

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