Biodiversitätsprogramm – BÜNDNISGRÜNE: Erhalt der Artenvielfalt ist existenziell für unser Überleben

Dresden. Das sächsische Kabinett hat heute das sächsische Biodiversitätsprogramm „Sachsens Biologische Vielfalt 2030 – Einfach machen!“ beschlossen. Mit dem Programm verfolgt das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft das Ziel, Maßnahmen gegen Artensterben und Lebensraumverlust zu intensivieren.

Dazu erklärt Volkmar Zschocke, umwelt- und naturschutzpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Der Verlust von Arten und Lebensräumen schreitet auch in Sachsen ungebremst voran. Hoher Nutzungsdruck auf den Flächen führt zum massiven Verlust von Lebensräumen. Schadstoffeinträge, zu viele Pestizide und Düngemittel, hohe Bodenverdichtung und auch die Folgen des Klimawandels bergen enorme Gefahren für die Artenvielfalt. Deshalb haben wir mit unseren Koalitionspartnerinnen vereinbart, die Anstrengungen gegen Artensterben und Lebensraumverlust in Sachsen zu intensivieren. Mit dem heute beschlossenen Biodiversitätsprogramm setzen wir einen wichtigen Punkt aus dem Koalitionsvertrag um.“ 

„Die Natur erbringt mit ihrer Artenvielfalt unbezahlbare und unersetzbare Leistungen für den Wasser- und Nährstoffkreislauf. Wenn immer mehr Arten aus diesem System herausfallen, droht es zusammenzubrechen. Dies birgt enorme Risiken für Land- und Forstwirtschaft sowie die Ernährungssicherheit. Der Erhalt der Artenvielfalt in Sachsen ist somit kein nice to have, sondern von existenzieller Bedeutung für unser Überleben.“

Weiterhin betont Zschocke: „Der Rückgang der Artenvielfalt und der Verlust von Lebensräumen kann aber nur gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Verbänden und den Flächeneigentümerinnen und -eigentümern gestoppt werden. Der Schutz der Biodiversität muss auf der gesamten Landesfläche erfolgen. Deshalb streiten wir BÜNDNISGRÜNE für starke Naturschutzstationen überall in Sachsen, für mehr Flächen, die für Naturschutzzwecke zur Verfügung stehen, aber auch für mehr Maßnahmen im Bereich der Stadtnatur.“

„Maßnahmen zum Schutz von Natur und Biodiversität sollten nicht als Belastung von Land-, Forst- oder Tourismuswirtschaft dargestellt werden. Denn das Gegenteil ist der Fall: Biologische Vielfalt sichert den Landwirtschaftbetrieben fruchtbare Böden, den Waldeigentümern und -eigentümerinnen stabile Waldökosysteme und uns allen saubere Luft, sauberes Wasser, gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sowie unvergessene Naturerlebnisse. Je mehr Vielfalt es gibt, desto mehr profitieren wir Menschen davon.“

Weitere Informationen:

>> Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft: „Umweltminister Günther: »Der Zustand von Arten und Lebensräumen ist bedrohlich. Wir müssen entschlossener handeln«“

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