Aktuelle Leitkulturdebatte – GRÜNE: Rückfall in die Vorwendezeit

 

Zur aktuellen Leitkulturdebatte von sächsischer CDU und CSU erklärt Volkmar Zschocke, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Die aktuelle Leitkulturdebatte von CSU und sächsischer CDU kommt wie ein Rückfall in die Vorwendezeit daher. In der DDR wurde Stolz auf Heimat und Vaterland ritualisiert und als staatsbürgerliche Pflicht gefordert. Das sollte Sachsens Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (CDU) nicht vergessen haben.“

„Spätestens im Jahr 1989 ist diese staatliche Indoktrination gescheitert. Denn eine nach Offenheit und Freiheit strebende Gesellschaft kann nicht mit einer verordneten ‚Leitkultur‘ zusammengehalten werden. Notwendig für den Zusammenhalt ist vielmehr, dass die Werte und Regeln eines friedlichen Zusammenlebens respektiert werden. Menschenwürde, Toleranz, Religions- und Meinungsfreiheit, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit gehören dazu. Respekt vor diesen Werten kann von jeder und jedem erwartet werden, egal woher er oder sie kommt und mit welcher Kultur und Tradition er oder sie aufgewachsen ist.“

„Die meisten Menschen verbinden mit ihrer Heimat Beziehungen, Prägungen und Traditionen. Auf was sie stolz sind und auf was nicht, sollte ihre persönliche Angelegenheit bleiben.“

„Sachsens Landtagspräsident Dr. Rößler spielt im Vorfeld zum Tag der deutschen Einheit die nationale Karte direkt in die Hände der AfD. Verordnete Leitkultur und verordneter Patriotismus? Nein Danke!“

 

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