#chemnitzgrößerdenken: Chemnitz – SmartCity

Chemnitz stellt sich dem digitalen Wandel. Heute habe ich mein Konzept für eine „Intelligente Stadt“ vorgestellt. Eine gute Digitalisierungsstrategie umfasst Stadtgesellschaft, Infrastruktur und Stadtverwaltung. Sie hilft Türen für die Bürger*innen öffnen und Hürden abbauen. Sie ermöglicht digitale Teilhabe – unabhängig vom Einkommen, Bildungsstand und Alter.

Als Oberbürgermeister will ich konkrete Lösungen für bessere Mobilität, niedrige Energiekosten, freie Informationen und einfache Beteiligung befördern. Ich will die großartigen Möglichkeiten der digitalen Vernetzung für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt nutzen. Ich stehe für Technologieoffenheit, für Technologie, die Allen zu Gute kommt, Umwelt und Klima schont und unser Zusammenleben verbessert und am Gemeinwohl orientiert ist. Das sind für mich die wichtigsten Aspekte:

SmartTraffic: Zugeparkte Wohngebiete, nervige Parkplatzsuche auf dem Kaßberg, verstopfte Straßen im Berufsverkehr sind das Gegenteil von guter Mobilität. Mit intelligent vernetzten Mobilitätssystemen kommen alle schnell, leicht und sicher ans Ziel. Ich will die verschiedenen Verkehrsmittel optimal miteinander verknüpfen. Dazu gehören flexible Angebote für die letzten Wegkilometer am Stadtrand – zum Beispiel haltestellenunabhängige Kleinbusse. Dazu gehören Mobilitätsstationen mit verschiedenen Fahrzeugen nach Bedarf, Carsharing, Leihradsysteme, Ladestationen. Ein großes Ziel wäre, alle Angebote in einer Mobilitäts-App zu verbinden.

SmartEnergy: Die Energiekosten steigen. Digitale Technologie hilft uns, Kosten zu sparen. Beispiele: Das Müllauto hält nur, wenn die Tonne den erreichten Müllstand sendet. Die Route wird wird automatisch optimiert. Sensoren melden freie Parkplätze. Der Parksuchverkehr wird reduziert. Intelligente Straßenbeleuchtung, am Besten mit LED senkt die Stromrechnung. Durch automatische Regulierung von Heizung oder Klimatisierung wird kostbare Gebäudeenergie gespart. Die Vorbildwirkung der Stadt bei den eigenen Gebäuden ist hier ausbaufähig.

SmartGouvernance: Eine intelligente Stadtverwaltung macht es ihren Einwohner*innen leichter, Anliegen online zu klären, an freie Informationen zu gelangen und an Entscheidungen mitzuwirken. Notwendig dafür sind barrierefreie Zugänge und Daten. Ich will digitale Demokratie stärken und den Austausch der Bürger*innen untereinander sowie mit Kommunalpolitik und Verwaltung einfacher organisieren. Der Stadtrat hat bereits eine Bürgerapp SVC2Go angeschoben. Das ist ein Anfang. Je mehr Daten und Services in offenen Formaten bereitstehen, desto mehr wird ein solches System anschlussfähig für Entwickler*innen und Nutzer*innen.

SmartEconomy: Egal ob in der Wirtschaft, im Stadtteil oder im Privaten: Ich unterstütze Konzepte des Teilens. So schaffen wir gemeinsam mehr Raum für Wesentliches. Kooperation wird immer wichtiger als Konkurrenz. Mit besserer digitaler Kooperation gelingt es, Wissen, Informationen oder Dienstleistungen in der InnovationsWerkStadt Chemnitz auszutauschen und Probleme gemeinsam zu lösen. Durch effizientere Gestaltung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Vorgänge gelingt es, Material, Raum, Technik und Ressourcen zu schonen sowie den Zeitaufwand zu verringern. So lässt sich unser Arbeitsleben verbessern, indem sich Mitarbeiter*innen enger vernetzen sowie Möglichkeiten für Arbeit an verschiedenen Orten ausgebaut werden.

Mehr digitale Vernetzung birgt natürlich auch Risiken. Ich betrachte neue Technologie aber zu aller erst als eine Chance zur Verbesserung. Themen wie Datensicherheit oder auch Elektrosensibilität verdienen dabei natürlich Aufmerksamkeit. Als Politiker mit einer klaren Bürgerrechtsorientierung ist für mich der Schutz der Freiheit, Freiwilligkeit und Privatsphäre von hoher Bedeutung. Deshalb werde ich immer auf Transparenz drängen und Mitgestaltung ermöglichen. So wird die Erneuerung von Chemnitz hin zu einer SmartCity ein gemeinsames Projekt vieler Chemnitzer*innen.

Download: Das Digitalisierungskonzept von Oberbürgermeister-Kandidat Volkmar Zschocke