Frühlingsspaziergang mit Uwe Kaettniss im Luchsbachtal im Schwarzenberger Ortsteil Pöhla

Uwe Kaettniss vom BUND zeigt uns die Schmetterlingswelt des Luchsbachtales. Auf einer Strecke von 3,5 km auf dem Rundweg im Bereich der sanierten und vorbildlich renaturierten Fläche des ehemaligen Wismutbergbaugebietes in Pöhla hat sich in den letzten Jahren ein enormer Artenreichtum in der Schmetterlingswelt entwickelt. Bislang konnten dort 81 Schmetterlingsarten dokumentiert werden, davon 47 Tagfalterarten.

16 Millionen Euro wurden in die Sanierung und Renaturierung investiert. Kaum vorstellbar, dass dieses Gebiet erneut dem Bergbau zum Opfer fallen soll. Dadurch würden wertvollste Naturräume, Biotope und geschützte Lebensräume in einer Größenordnung von 50 Hektar gefährdet und vernichtet. Es geht um ein Vorhaben der SME AG. Beantragt ist bis 2037 (perspektivisch jedoch darüber hinaus) der Abbau von Zinn und Wolfram. Das Vorhaben befindet sich in der bergrechtlichen Planfeststellung. Das Unternehmen ist bereits Inhaber einer Bewilligung nach § 8 ff. Bundesberggesetz.Diese Bewilligung gewährt das ausschließliche Recht, die in der Bewilligung bezeichneten Bodenschätze aufzusuchen, zu gewinnen und andere Bodenschätze mitzugewinnen sowie das Eigentum an den Bodenschätzen zu erwerben. Die Kurzfassung des Rahmenbetriebsplanes ist hier zu finden http://www.bigdata.sachsen.de/oba/2020_01_27_RBPPoehla_Kurzfassung.pdf

Ich bin nicht gegen Bergbau, aber er muß schonenend stattfinden, mit effizienter Nutzung der Rohstoffe durch innovative Gewinnungstechnologien nach dem höchsten Stand der Technik, mit minimaler Flächeninanspruchnahme und ohne neue Halden. Das taube Gestein sollte so weit wie möglich wieder unter Tage verbracht werden. Hier ist aber etwas anderes geplant: „Der Haldenkörper soll im Luchsbachtal als Anschüttung entstehen. Hierfür wird das bereits verfüllte Gelände der bestehenden Luchsbachhalde (ca. 8,2 ha) nochmals überkippt und seitlich bis in derzeit noch bewaldeten Bereiche erweitert, sodass ein in Scheiben aufgebauter und im Endzustand bis ca. 40 m hoher, seitlich von den Hängen des Luchsbachtales begrenzter Körper entsteht.“ Alternativen zur Deponierung (z.B. alte Gesteinstagebaue) wurden nicht belastbar untersucht. Auch der Luchsbach wird im Zuge dieser Halde großräumig verlegt.