Artenschwund zwingt zum Handeln auf lokaler Ebene – GRÜNER sieht im Naturschutzgroßprojekt große Chance

Pressemitteilung vom 20.05.2020

Am 22. Mai wird weltweit der Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt begangen.

Eingeführt wurde dieser Aktions- und Gedenktag vor 20 Jahren durch die UNO. Deren Anliegen war es, die biologische Vielfalt auf dem Globus zu erhalten.

Die Meldungen der Wissenschaftler sind seit Jahren alarmierend: Jede achte Art ist demnach vom Aussterben bedroht. Vor allem Insekten und Vögel sind extrem gefährdet, dabei insbesondere die Arten der Feldflur. Die Rückgänge an Arten und Individuen ist schon längst besorgniserregend.

„Das Problem des Artensterbens hat ein Ausmaß erreicht, welches dem des Klimawandels gleichkommt, aber ebenso an diesen gekoppelt ist“, so Volkmar Zschocke, naturschutzpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion.

„Um den dramatischen Artenschwund aufzuhalten, werden wir nicht umhinkommen, unsere Raum- und Ressourcenansprüche zu reduzieren, der Natur mehr Freiraum zu lassen und eine größere Strukturvielfalt in der Landschaft zu etablieren. Neben den globalen Handlungsszenarien, benötigen wir auch dringend das Agieren auf lokaler Ebene“, fordert der Abgeordnete.

„Dem Erzgebirgskreis bietet sich gerade die Möglichkeit, in ein vom Bundesamt für Naturschutz gefördertes Naturschutzgroßprojekt einzusteigen. Dieses könnte dauerhaft die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft am Erzgebirgskamm erhalten und die dort noch vorhandenen Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten schützen und entwickeln helfen.

Dieses Naturschutzgroßprojekt, zu dem sich erfreulicherweise viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis bekennen, verspricht nicht nur für den naturnahen Tourismus in der Region ein hohes Potential, es kann auch in der Zusammenarbeit mit den Flächennutzern, wie den Landwirten langfristig tragfähige wirtschaftliche Perspektiven bieten. Die Erzgebirger*innen sollten daher diese Chance vor Ort ergreifen und einen Beitrag für die Rettung der einheimischen Arten leisten“, so der GRÜNE abschließend.