Staatsregierung prüft Hilfen für Brunnendörfer – GRÜNER fordert zeitnahe Lösungen und finanziell zumutbare Anschlüsse

Aufgrund der im vergangenen Jahr versiegten Trinkwasserbrunnen in vielen Ortschaften des Erzgebirgskreises, forderte der Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Volkmar Zschocke, von der Staatsregierung, den Anschluss von Brunnendörfern an die öffentliche Trinkwasserleitung mit einer staatlichen Förderung zu unterstützen. Mittels einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung hakte der GRÜNE nach, welche Ergebnisse die ersten Treffen zwischen Umweltministerium und Trinkwasserversorgern erbrachten.

Wie das Umweltministerium nun in seiner Antwort darlegt, werden gegenwärtig methodische Grundlagen und Empfehlungen für die Planung einer nachhaltigen Sicherung der Wasserversorgung in dezentral versorgten Gebieten erarbeitet. Ebenso wurde Anfang Februar ein Sonderprogramm zur Förderung der öffentlichen Trinkwasserinfrastruktur auf den Weg gebracht, welches derzeit noch zur Prüfung bei verschiedenen Ministerien und Landesbehörden liegt, die gegenwärtig Stellungnahmen dazu erarbeiten.

Über die jeweiligen Gebietskörperschaften sowie den sächsischen Städte- und Gemeindetag wird auch den betroffenen Grundstückseigentümern eine Beteiligungsmöglichkeit eingeräumt.

Auf Nachfrage des Landtagsabgeordneten, ob Haushaltmittel für entsprechende Förderungungen bereits eingeplant sind, lässt der Umweltminister wissen, dass die Bereitstellung von Geldern derzeit geprüft wird und diesbezüglich noch keine abschließende Entscheidung vorliegt.

„Wir GRÜNE werden an dem Thema dranbleiben und weiterhin Druck machen. Angesichts verstärkt zu erwartender Dürreperioden ist die sächsische Staatsregierung herausgefordert, möglichst zeitnah Lösungen zu finden, damit Eigentümern dezentraler Brunnenanlagen ein finanziell zumutbarer Anschluss ans öffentliche Trinkwassernetz ermöglicht werden kann „, so Volkmar Zschocke

Link auf KlAnfr 6/16679 „Freistaat prüft Hilfe für Brunnendörfer“

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