Hass vernichtet! – Rückblick zur Ausstellungseröffnung am 2.4.2019 im Café Schocken/smac

Reviermarkierungen von Rechten auf dem Chemnitzer Sonnenberg, Schmierereien an Abgeordneten-Büros, Nazi-Parolen an einer kurdischen Bäckerei hunderte von Hakenkreuzen auf dem Gelände eines Chemnitzer Sportvereins… Die Medien sind voll von Berichten über Hass und Hetze im öffentlichen Raum. „Aber erschrecken wir eigentlich noch, wenn wir darüber lesen?“ hinterfragt Volkmar Zschocke. Weil ihre klare und unmissverständliche Botschaft lautet: ‚Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen!‘, hat der Landtagsabgeordnete die Friedensaktivistin Irmela Mensah-Schramm nach Chemnitz eingeladen.

„Wir sind für das verantwortlich, was wir widerspruchslos hinnehmen“, lautet der Wahlspruch von Irmela Mensah-Schramm. In ganz Deutschland entfernt sie menscheinfeindliche Graffitis und landete dafür bereits mehrfach vor Gericht.

Als „Intensivtäterin gegen Hass“, wie sie sich selbst bezeichnet, spürt sie millimeterkleine Hakenkreuze auf. „Fundorte gibt es überall. Und aus Fundorten werden meine Tatorte“, so die Berlinerin mit einem verschmitzten Lächeln. Unerträglich findet sie, wenn Menschenverachtung und Hass mit Gleichgültigkeit begegnet wird. Sie ist überzeugt: „Wir sind nicht wenige, sondern viele, müssen aber noch viel viel mehr werden!“

Mit eindrucksvollen Geschichten hat die Aktivistin Irmela Mensah-Schramm ihre unermüdliche Arbeit für Frieden und Demokratie bei der Eröffnung ihrer Ausstellung „Hass vernichtet!“ am 2. April 2019 vorgestellt. Gespannt folgten die Gäste der Veranstaltung ihren Episoden – teils witzig, teils denkwürdig, teils schockierend – zu den einzelnen Bildern.

Die Ausstellung ist bis zum 30. April 2019 im Café Schocken im smac. Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz zu sehen.


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