Haldensanierung Bad Schlema: GRÜNER Landtagsabgeordneter fordert wirksame Eindämmung der Staubentwicklungen mit radonhaltigem Material

 

Bisherige Schutzmaßnahmen haben sich als unzureichend erwiesen – Gesundheitsschutz der Bevölkerung muss im Vordergrund stehen

Volkmar Zschocke, der für Gesundheit und Abfall zuständige Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im sächsischen Landtag, kann die jüngst geäußerten Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger von Aue und Bad Schlema bei der Abtragung der Uranbergbau-Halde 65 nachvollziehen.

„Die Befürchtungen, die im Vorfeld der Haldensanierung von den Anwohnern thematisiert wurden, sind nun diesen Sommer eingetreten. Jene mussten gerade in der letzten Wochen großer Trockenheit erleben, wie von den zahlreichen, mit schwach radioaktivem Haldenmatierial beladenen LKWs Staub in die Luft getragen wurden. Der Bergbausanierer Wismut muss verantwortungsvoll Sorge dafür tragen, dass die Auer und Schlemaer durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden“, so der Grüne Landtagsabgeordnete.

Immerhin hatte die Antwort auf Zschockes Nachfrage im Landtag vor zwei Jahren ergeben, dass die Abtragung der Halde notwendig sei, weil im „Ergebnis von radiologischen Untersuchungen eine erhöhte
Strahlenexposition festgestellt wurde“. Allein durch die Sanierung wurde schon damals eine zusätzliche effektive Dosis größer als 0,2 Millisievert pro Kalenderjahr für Einzelpersonen der Bevölkerung eingeräumt.

„Nimmt man den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ernst, muss gewährleistet sein, dass während des langen Sanierungsprozesses die Staubentwicklungen mit radonhaltigem Material wirksam eingedämmt wird. Da die bisherigen Schutzmaßnahmen sich jedenfalls in diesem Sommer als unzureichend erwiesen haben, ist die WISMUT angehalten, geeignetere Vorkehrungen zu treffen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen der Anwohner müssen ausgeschlossen werden.“

 

Kleine Anfrage „Uranbergbau-Halde in Bad Schlehma“ (Drs 6/5940)

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