GRÜNE im Landtag fordern grundlegende Analyse zur Hebammensituation und berufen „Runden Tisch“ für praktische Lösungen bei Umsetzung des Hebammen-Notprogrammes ein

 

Zur Hebammen-Not im Erzgebirgskreis äußert sich Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag folgendermaßen:

„Tatsache ist, dass im gesamten Freistaat wie auch im Erzgebirge aufgrund der hohen Haftpflichtversicherungsprämien ein starker Verlust an Hebammen und infolgedessen auch ein gravierender Mangel an Hebammenleistungen zu verzeichnen ist. Das betrifft nicht nur die Geburtshilfe, sondern auch die Angebote der Vor- und Nachsorge für Mutter und Kind. Was fehlt sind Daten zur Versorgung mit Hebammen und ein Überblick zu deren Leistungen. Das Sozialministerium hat sich unserer Forderung nach einer solchen Analyse seit Jahren verweigert. Nun endlich stehen im Haushalt 100.000 Euro in 2017 für eine Hebammenstudie bereit.“

„Auf GRÜNE Initiative sind im Doppelhaushalt 2017/18 Gelder für ein Hebammen-Notprogramm eingestellt. Das neue Programm des Sozialministeriums muss im Austausch mit dem Sächsischen Hebammenverband zügig erarbeitet werden. Ziel muss es sein, dass die Geburtshilfe und andere wichtige Angebote für Mutter und Kind in allen Regionen Sachsens sichergestellt werden können.“

„Die GRÜNE-Fraktion wird gemeinsam mit dem Sächsischen Hebammenverband in den nächsten Wochen einen „Runden Tisch“ zur Hebammenversorgung in Sachsen einberufen. Die Versorgungssituation und die Beratungsangebote werden im Mittelpunkt stehen. Wir wollen praktische Lösungen finden.“, so Volkmar Zschocke.

 

Hintergrundpapier der GRÜNEN-Fraktion ‚Wie kann es gelingen, die Hebammenversorgung in Sachsen zu sichern?‘

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